Einen gelungenen schwäbischen Abend hat Doris Reichenauer auf Einladung der „Schwäbischen Zeitung“ am Freitag in der Donauhalle auf die Bühne gezaubert. Es reihte sich in ihrem Programm „I moin’s doch bloß gut“ wie erhofft Lacher an Lacher.

Einen gelungenen schwäbischen Abend hat Doris Reichenauer auf Einladung der „Schwäbischen Zeitung“ am Freitag in der Donauhalle auf die Bühne gezaubert. Es reihte sich in ihrem Programm „I moin’s doch bloß gut“ wie erhofft Lacher an Lacher. Wenngleich der „Dieter“ für vieles herhalten musste, das sie den Männern im Laufe des Abends ins Stammbuch geschrieben hat, waren offensichtlich weibliche und männliche Gäste gleichermaßen von der quirligen Kabarettistin und Sängerin begeistert.

Eigentlich ist Doris Reichenauer die eine Hälfte des Comedy-Duos „Dui do on de Sell“. Da jedoch ihre Bühnenpartnerin Petra Binder aus gesundheitlichen Gründen bis auf Weiteres ihr Bühnendasein beendet hat, sorgt derzeit Doris Reichenauer solo für lustige und unterhaltsame Momente. Diese stammten aus dem Alltag eines schwäbischen Ehepaars, die so lebensnah dargebracht wurden, dass man das Gefühl bekam, die eigene Nachbarin würde einen lebendigen Bericht aus den jüngst vergangenen Tagen abliefern.

Das wiederum war bestens geeignet, die Sorgen des Alltags für rund zwei Stunden zu vertreiben. „Schee, dass Ihr do send, i be au do“, so begrüßte Doris Reichenauer ihr Munderkinger Publikum. Dass sie Vollblutschwabe ist und schwätzt, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, machte sie im Handumdrehen deutlich.

Die aus Memmingen angereisten Gäste hatten die weiteste Anfahrt. Erfreulicherweise waren auch sie der schwäbischen Sprache mächtig. Die Munderkinger hatten ohnehin keine Berührungsängste. Dass Doris ihre „Alexa“ schwäbisch programmiert hat, wunderte unter dem Strich kaum jemanden. Dass dies zur Folge hatte, dass Alexa bei der Frage nach einem geöffneten Restaurant mit der Antwort rüberkam, „nix do, mir hend Maultauscha in der G’friere“, war natürlich einen Lacher wert. „Bei den Hochdeutschen klingt es gescheiter, wenn die dumm schwätzen“, meinte sie im Hinblick auf ein Gespräch mit einem entsprechenden Exemplar, das sie zu der Erkenntnis gebracht hat, „die send genauso bled wie mir“.
Von: Friedrich Hog, Schwäbische Zeitung