Friedrichshafen: Weil’s so schee war: „Dui do on de Sell“ kommen noch mal

Petra Binder und Doris Reichenauer begeistern im ausverkauften Bahnhof –
Man wird halt nicht jünger: „Dui do“ klagt über ihre Augenringe, „de Sell“ ist derweil noch ganz zufrieden mit sich.

Fischbach sz Das Duo Petra Binder/Doris Reichenauer, besser bekannt als „Dui do on de Sell“, hat am Freitagabend für einen ausverkauften Bahnhof Fischbach und begeisterte Besucher gesorgt. Und weil’s so schön war, kommen die beiden mit ihrem Programm „Wechseljahre“ am 27. Mai noch einmal in den Bahnhof.

 

Am Freitag haben die Besucher im vollen Haus schon einmal Tränen gelacht – einschließlich der Akteure auf der Bühne. Denn Wechseljahre sind nicht nur das weibliche Sprengstoffthema, von ihm sind auch Männer betroffen, wenn diese ab 40 ihre Beine rasieren und nicht nur nach schnellen Autos Ausschau halten.

Petra und Doris sind seit einiger Zeit solo, haben ihre Ex-Männer Gerhard und Dieter entsorgt, nicht nur wegen deren Schnarchen. Männer, behaupten sie, kommen nicht nur ebenfalls in die Wechseljahre, sie kommen aus ihnen gar nicht mehr raus, denn: „Die werden irgendwann mal sieben Jahre alt – und wachsen dann nur noch.“ Ab 40 wird’s besonders schlimm. Dann rasieren sie sich die Beine, fahren schnelle Autos, kaufen sich ein Motorrad und schauen den jungen Mädchen nach. Und die das nicht tun, „spielen in der AH“.

Neuer „Glas“-Rekord

Und im Bahnhof Fischbach fiel zum 43. Mal ein Glas um. „Rekord“, wie Doris feststellte, ehe Petra davon erzählte, sich beim Frauenarzt unsäglich blamiert zu haben. Sie konnte sich nicht vorstellen, warum der sie mit den Worten angesprochen hatte: „Na, haben wir uns schick gemacht heute?“ Sich zu Hause musternd wusste sie endlich, was er gemeint hat: Sie hatte sich im unteren Körperbereich anstatt mit Intimspray mit Glitzerspray von der letzten Fasnet besprüht.

Doris hat 150 pflanzliche Tabletten auf einmal eingenommen, daraufhin tief geschlafen – und von George Clooney geträumt, der über sie hergefallen sei, sie sich aber wegen der noch nicht getrockneten lackierten Fingernägel nicht wehren konnte! Die Tabletten will Petra auch.

Nach Wochen solo wollen sie nun doch wieder einen Mann. Wenigstens zwischen Weihnachten und Silvester. Wegen des Schneeschippens und so. Getreu dem Motto: Lieber einen Jungen verhalten als einen Alten aushalten. Wobei sie einen alten „Lellebeppel“ schon deshalb nicht wollen, weil da einer beim Monopoly schon in der zweiten Runde Hartz IV beantragt hat. Petra, die über die Trennung vom Ex nicht hinweg kommt, hat im Internet schon einmal deren Profil angelegt – und Hunderte Zuschriften erhalten. Doris hat derweil einem Lehrer geschrieben. Der hat ihren Brief korrigiert zurückgeschickt. Weshalb beide in Fischbach auf die Piste gingen, um ihren Marktwert auszutarieren. Denn: Petra braucht ganz dringend einen Mann. Das Problem: Hässlich soll er nicht sein, dafür gescheit, aber so viele Gescheite gibt es nicht.

Seit Freitagabend im Bahnhof Fischbach ist übrigens auch klar, warum junge Frauen oft auf alte Männer stehen. Die jungen Frauen wollen noch Kinder – und der Alte muss nachts sowieso raus …

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